Dies ist eine alte Version des Dokuments!
Erytan ist eine Erbmonarchie, an deren Spitze die „Herrin der Sonnenfalken von Erytan“ steht. Die aktuelle Herrin ist Merekis. Ihre Vorgängerin war ihre Mutter Stasiana, die starb, als Merekis dreißig Jahre alt war. Merekis ernannte Nachfolgerin ist derzeit ihre jüngste Tochter Melenia, sie hat außerdem weitere Kinder: einen Sohn namens Marlius und eine Tochter namens Alexis.
Einen Herrscher oder Herren hat es in der Geschichte des Staates nicht gegeben. Es gibt kein Verbot, oder ein Gebot, ausschließlich entlang einer bestimmten Linie zu vererben. Es hat sich in der sehr jungen Geschichte des Staates nur nie ergeben und der erste mögliche Herr - Marlius - hat freiwillig auf den Thron verzichtet.
Bevölkerungsstruktur
Sklaverei ist in diesem Staat allgegenwärtig, rund 40% der Bevölkerung ist in irgendeiner Weise Eigentum anderer Personen. Der Rest setzt sich aus einer Gruppe Agrarmenschen zusammen (Landwirtschaft, Fischfang, Forstwirtschaft, Viehzucht). Einige Freie unterhalten Läden in den Städten, namentlich in der Hauptstadt Sorlys, in der sich die Bevölkerung am stärksten ballt. Etwa 5% der Bevölkerung gehört der Oberschicht an (Adel und Militär).
Ein Großteil der Bevölkerung sind Menschen - 80%. Davon sind wiederum etwa 7% magisch begabt und werden ausgebildet. 2% der Bevölkerung gehören zu den Schattenschwingen.
Adelshäuser
Alle Adelshäuser haben in der Hauptstadt einen „Hauptsitz“ der Familie – dies ist notwendig, weil Lehen in der Regel nicht auf Lebenszeit vergeben werden, sodass Adelige nach dem Ende ihrer Lehenszeit einen Ort haben, an dem sie ihren Ruhestand verbringen können. Belehnte haben kaum die Möglichkeit, ein nennenswertes Privatvermögen aufzubauen. In der Regel sind es andere Zweige der Familie, die sie dann im Alter mitversorgen. Diese Hauptsitze gehören dann auch tatsächlich den Familien, die sie bewohnen.
Einige Familien haben so viele Nebenzweige, dass sie mehrere Häuser besitzen. Einige wenige Familien besitzen aus historischen gründen Privatgrund in anderen Teilen des Landes – die Verri haben ein Strandhaus an der östlichen Grenze von Erytan.
Diese Familien sitzen im Rat:
– die Larsintri – mit der Herrin – die Halorn (großes, weit verzweigtes Haus mit zwei Sitzen) – die Verri – die Lirri – die Farron – die Arnett – die Sayan – die Laska (großes, weit verzweigtes und zerstrittenes Haus) – die Erlen – die Mirhan – die Serenett – die Orlon – die Elsett
Ein gut schiffbarer Fluss führt direkt zur Hauptstadt, die am Meer liegt. Es ist heiß und sonnig. Während die Stadt selbst in einer Ebene am Meer liegt, sind Teile Erytans von hohen Bergen umgeben. Es gibt klare Bergseen, genauso wie heiße Quellen und Wälder voller Wild. Gelegentlich trifft wesen eine der wilden Großkatzen in den Wäldern an. Die Tiere sind schnell, wendig und können für Menschen gefährlich werden.
Von der äußersten Außengrenze bis zur Hauptstadt benötigt wesen mit dem derzeit schnellsten Fortbewegungsmittel (Luftschiff) etwa 14 Tage.
Das Klima ist überwiegend mediterran, mit trockenen heißen Sommern und – besonders in der Hauptstadt – milden Küstenwintern. In den Bergen fällt gelegentlich auch Schnee. An der Grenze zu Syrlain kann es durchaus auch zu Lawinen kommen.
Einige der südlichen vorgelagerten Inseln haben eher ein subtropisches Klima.
Neben Fischen und feinen landwirtschaftlichen Produkten exportiert das Land Metalle, die in den Bergen gewonnen werden. Es gibt auch einen Markt für magische Artefakte, dieser wird jedoch von der Königin persönlich überwacht, damit nichts das Land verlässt, das besser unter Verschluss geblieben wäre.
Die Herrschaft ist darauf ausgerichtet, die Bevölkerung glücklich zu machen und gesetzesfürchtig zu erhalten. Die Kriminalität ist niedrig, die Strafen für Verbrechen in vielen Fällen darauf ausgerichtet, die Person selbst sühnen zu lassen. Nur bei uneinsichtigen Personen ohne Besserungswillen werden Freiheitsstrafen verhängt. Ausnahmen bilden Verbrechen gegen die Herrin und ihre Kinder.
Die höchste Münze ist der goldene Falke. 50 Silbermöwen entsprechen einem Falken. 25 Bronzespatzen entsprechen einer Silbermöwe.
Der erytanische Kalender umfasst 370 Tage in 12 Monaten. Dabei hat der fünfte und der neunte Monat nur 30 Tage, die anderen Monate sind 31 Tage lang. Das neue Jahr beginnt zur Wintersonnenwende.
In Erytan leben unter anderem Menschen, Katzenmenschen, Sonnenfalken, Mondschwingen und Magische. Bei letzteren handelt es sich um Menschen mit magischen Kräften. Die Hauptstadt Sorlys
Die Haupststadt heißt Sorlys und liegt an einer Flussmündung am Meer. Dort ist es sehr warm, sehr sonnig und entsprechend gibt es ein ausgeprägtes Tier- und Pflanzenleben. Familien
Es gibt zwei Familienformen in Erytan, die gleichberechtigt nebeneinander existieren – zum einen das bekannte Familienmodell aus zwei Personen in einer festen Partnerschaft und eventuell daraus resultierenden Kindern, zum anderen das vor allem im Hochadel praktizierte Einfamiliensystem. Dabei besteht die Familie nur aus einer (meist gebärenden) Familienleitung und deren leiblichen Kindern, es gibt keine offiziellen Erzeugenden. Dies dient vor allem dazu, Verstrickungen in Hinblick auf Erb- und Thronfolgen zu vermeiden.
Innerhalb des Adels sind Ehen untersagt, bei denen Kinder entstehen können. Entsprechende Partnerschaften sind unter der Auflage im Adel erlaubt, dass dabei keine Kinder gezeugt werden dürfen. Geschieht dies doch, haben diese Kinder teils geminderte Privilegien.
Will eine adelige Person ein Kind empfangen, zieht sie sich bis zur Empfängnis auf eine nur dem Hochadel bekannte Insel zurück und benennt Zeugende, die sich ihr nähern dürfen, bis empfangen wurde.
Während die meisten Familien, die Partnerschaften praktizieren, ihre Kinder selbst erziehen, schickt der Hochadel aus Sicherheitsgründen die Kinder größte Teile des Jahres weg, um sie an einem geheimen Ort erziehen zu lassen. Eine Maßnahme, die sich vor allem nach mehrmaligen Versuchen, sämtliche Kinder einer Herrin zeitgleich auszulöschen, wiederholt als notwendig erwiesen hat. Sklaverei
Wie bereits erwähnt, ist ein Großteil der Bevölkerung in Abhängigkeit. Die Gesetzgebung ist streng – und wird oft von Herrin zu Herrin verstärkt. Es soll sichergestellt werden, dass Abhängigkeitsverhältnisse nicht ausgenutzt werden. Die Kinder einer Sklavin sind, auch wenn sie von einem Freien gezeugt werden, immer ebenfalls Eigentum der Person, der die Mutter gehört. Ist die Mutter eine Freie, ist auch das Kind frei.
Ironischerweise findet ein Sklavenhandel im klassischen Sinne kaum statt, die meisten Versklavten sind einheimisch und stammen aus Erytan, wurden also in ihrem jeweiligen Status erzogen. Gelegentlich kommen Kriegsgefangene hinzu.
Kinder erhalten nach dem dritten Lebensjahr eine Tätowierung auf der linken Halsseite, es handelt sich um das Zeichen der jeweiligen Besitzer*innen. Wer der Herrin von Erytan gehört, erhält als Zeichen eine Sonne mit Falkenflügel. Andere haben andere Zeichen. Das Mindestalter für eine Markierung bei vollem Bewusstsein liegt bei fünfzehn Jahren. Die Strafen für eine Zuwiderhandlung sind drakonisch. Die Markierung muss gelegentlich nachgezogen und korrigiert werden, gerade bei Menschen, die sie als Kind erhalten haben.
Oftmals sind die Entfaltungsmöglichkeiten und Perspektiven für Versklavte besser, als für Freigeborene. Sie erhalten, je nach Status und Mitteln ihrer Besitzenden, oftmals eine bessere Bildung als so manches freie Wesen auf dem Lande. Somit ist es oft attraktiver, sich im jungen oder reiferen Alter freizukaufen, als frei geboren zu werden. Verarmte Eltern geben ihre Kinder oft in die Sklaverei, um ihnen ein besseres Leben und mehr Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Die Sache mit der Sexualität
Es gibt keine Einschränkungen, wer mit wem darf oder nicht darf, zumindest in Hinblick auf die Geschlechter.
Die größten Unterschiede ergeben sich aus dem sozialen Status der jeweiligen Personen. Die herrschende Familie zeugt ausschließlich mit reinblütigen Sonnenfalkenwesen Nachkommen – hat jedoch die volle Freiheit, mit wem sich gepaart werden soll. Die einzige Einschränkung bildet hierbei der Wille der jeweils anderen Person. Da Sklav*innen als Schutzbefohlene gelten, ist es verboten, sich gegen deren Willen an ihnen zu vergreifen.
Die Reinblütigkeit hat hier keinen rassistischen, sondern einen praktischen Hintergrund – wem nicht die volle Macht eines Sonnenfalkenwesens zur Verfügung steht, wird die für ein Lehen oder für eine Herrschaft notwendigen Strapazen schlicht nicht überleben. Eine Erkenntnis, die durch mehrere Todesfälle erkauft wurde, als sich Wesen übernommen haben und verglühten. Weiß also ein Wesen nicht, dass es nicht ausschließlich Sonnenfalkenwesen ist und unternimmt beispielsweise eine längere vollständige Verwandlung, kann es verglühen.
Der Hochadel wird sehr früh und sehr frei erzogen – kindliche und jugendliche Sexualität ist begannt, Erziehungsfachpersonen sind geschult, behutsam und angemessen damit umzugehen, damit junge Falkenkinder offen und glücklich aufwachsen können.
Auch Läden für sexuellen Bedarf befinden sich oft in prominenter Lage und in schönen, großen Gebäuden. Dort wird oft ein Teil der Produkte selbst hergestellt, für diesen Zweck wird oft eine magisch und eine technisch begabte Person angelernt, um später zu übernehmen.
Einfache Toys ohne magische Funktionen sind günstig und für alle Gesellschaftsschichten verfügbar, höherpreisige Gegenstände mit magischen Eigenschaften dagegen, erst recht Einzelanfertigungen, können in Raten bezahlt werden. Verhütungsmittel sind subventioniert.
Sexarbeit steht legal, niedrigschwellig und problemlos allen Geschlechtern offen, sowohl als Beruf als auch als Dienstleistung. Allerdings kosten besonders kreative und zeitintensive Varianten mehr – Sessions beispielsweise benötigen Zeit, Vorbereitung und Planung.
Es gibt die Möglichkeit, bei einer festen sexuell aktiven Gruppe von 3+ Personen zu einem Sammelpreis Untersuchungen auf gängige Krankheiten durchführen zu lassen, um anschließend barrierefreien Sex zu ermöglichen. Auch dies ist subventioniert.
Heirat ist nie Voraussetzung, um Sex haben zu dürfen – zumindest in Erytan. Im Jahr gibt es weniger als fünf Hochzeiten und aus magisch-sakralen Gründen sind ausschließlich Liebesheiraten möglich. Sie haben keine gesellschaftlichen Auswirkungen – nur emotionale und religiöse.
Eine der erytanischen Gottheiten, die für Liebe und Familie verantwortlich ist, ist auch die „Herrin über die Lust am Schmerz und den Schmerz in der Lust“ – ihr Tempel ist von herrlich duftenden Rosen umwachsen, die lebendig sind und nicht alle einlassen.
Es ist allgemein Konsens, dass Leute, die noch nie miteinander intim waren, sowohl Handschuhe als auch, falls entsprechende Dinge getan werden sollen, Lecktücher verwenden. Diese nennen sich „Kristallmembran“. Auch Kondome und Fingerlinge sind bekannt.
Cluster, die in dieser Welt „Polykül“ genannt werden, gibt es immer wieder vor allem in größeren Ballungsräumen. Da noch keine asynchrone Schnellkommunikation existiert und Briefe zu entfernen Landesteilen zum Teil lange brauchen, sind Fernbeziehungen selten. Entsprechend ist „Fernspiel per Brief“ selten, ungewöhnlich und bei Zustellzeiten von bis zu vierzehn Tagen (Garnisonsfestung an der Syrlain’schen Grenze → Sorlys) nicht im modernen Sinne praktizierbar. Lange Briefe mit erotischen Fantasien sind aber üblich.
Was muss eine Königin können?
Sie hat mehrere Sprachen zu sprechen (u.a. Syrlain, Meronisch), ein Grundverständnis von Mechanik zu erwerben und Kenntnisse in den Grundzügen der arkanen Künste zu haben. Wie sonst sollte sie die Hofmagier*innen beaufsichtigen können? Sie lernt schon als Kind die Gesetze und gesellschaftlichen Regeln von Erytan.
Und sie lernt von Anfang an, dass ihr Status bedeutet, dass andere sich ihr zu unterwerfen haben. Und sie lernt, wie sie diese Unterwerfung zu inszenieren hat.
Klare Aussagen.
Eindeutige Befehle.
Kein Raum für Missverständnisse.
Was allerdings nichts an der Gleichbehandlung der Kinder und Jugendlichen auf den Schulinseln ändert – jede Prinzessin hat genauso die Tiere im Streichelzoo mitzuversorgen, als Jugendliche als Modell für Übungen herzuhalten und ihre Hausaufgaben zu machen, wie alle anderen Kinder auch. Bildung für den Hochadel
Sobald die Adelskinder drei Jahre alt sind, gelten sie als alt genug, um von ihren Eltern getrennt zu werden und nahezu das ganze Jahr über auf der Insel der Kinder zu leben. Alle Kinder, egal ob es sich um die Erbprinzessin oder einen Jungen aus einem der minderen Lehen handelt, werden gleich behandelt und erhalten den gleichen Unterricht. Die ersten Jahre besuchen sie eine Art Vorschule, spielen, singen und bekommen viel vorgelesen.
Sobald sie fünf Jahre alt sind, lernen sie das Lesen und beginnen mit dem Schreiben, in der Regel fangen sie im Alter von sechs Jahren an, regelmäßig einen geregelten Unterricht zu besuchen. Da es sich um ein Internatsystem mit Ganztagsbetreuung und ohne Geschlechtertrennung handelt, ist es recht flexibel.
Das Internatsystem dient nicht zuletzt auch dazu, von Anfang an Kontakte zu knüpfen – so dauert selbst mit der schnellsten Reisemöglichkeit, per Luftschiff, der Weg zwischen der Kinderinsel und dem äußersten Zipfel Erytans rund eine Woche. Es sorgt also dafür, dass alle Kinder miteinander aufwachsen. Auch die, die sonst so abgelegen leben würden, dass sie ihr Lebtag kein anderes Kind ihrer sozialen Schicht treffen würden.
Mit zwölf wechseln die Heranwachsenden die Inseln und besuchen nun die Insel der Heranwachsenden.
Sie erhalten dort Unterricht. Nicht nur darin, ihre Kräfte zu schulen. Und nicht nur in den Dingen, die sie benötigen, um gute Adelige zu sein. Nachdem sie als Kinder spielerisch gewisse Aspekte von Gehorsam, klarer Kommunikation und Strafen lernten, werden diese nun vertieft.
Die Jugendlichen dürfen sich ausprobieren. In vielerlei Hinsicht. Von Anfang an lernen sie dabei, wie sie klar ihre Grenzen vermitteln und ein Gegenüber, das diese aus irgendeinem Grund überschreitet, daran effektiv hindern können. Dort ist das Korsett der Schuljahre ein wenig strenger als auf der Kinderinsel, in der Regel bleiben sie sechs Jahre dort und haben nach sechs Schuljahren eine Abschlussprüfung, deren Ergebnisse sich maßgeblich auf das Leben der jungen Adeligen auswirken. Buchdruck in Erytan
Der Buchdruck, sowohl mit beweglichen Lettern als auch mit festen Blöcken, existiert und ist recht traditionsreich. Druckerpressen stehen beispielsweise in Verlagshäusern, Schulen, Universitäten, im Palast und in diversen Behörden. Feste Blöcke für Formulare existieren.
Die Materialien sind relativ teuer, vor allem, wenn mehrere Farben im Spiel sind. Spezielle Tinten sind notwendig, spezielle Justierungsinstrumente. Daher ist es im Privatbereich nach wie vor verbreitet, in Mitleidenschaft gezogene Bücher oder Privatkopien abzuschreiben.
Romane und Sachbücher werden einmal im Jahr in großem Stil gedruckt – nämlich zu den großen Märkten anlässlich der Wintersonnenwende. In Erytan ist die Wintersonnenwende der Jahreswechseltag, im Vorfeld finden mehrtägige Markttage statt.
Neben anderen Errungenschaften, Erfindungen und Weiterbildungsmöglichkeiten, ist dies auch die Zeit, in der Verlage ihre Neuerscheinungen publizieren und die Zeit, in der ein Großteil der Bücher gekauft (und verschenkt) werden. Meist etwa 400-500 Romane.
Sachbücher, sofern sie nicht für ein breites Publikum verfasst werden, fallen nicht unter diesen Turnus, da Universitäten eigene Druckerpressen haben und außer Konkurrenz drucken können, während besonders kleinere Verlage meist Druckerpressen anmieten und somit teilen müssen.
Besonders Märchenbücher erfreuen sich großer Beliebtheit in jeder Altersgruppe und werden oft innerhalb der Familie so lange weitergegeben, bis sie auseinanderfallen. Aber auch Erotikromane und Übersetzungen werden gut abverkauft. Auflagenhöhen liegen meist bei 6-7000 Exemplaren.
Besonders an Schulen und Universitäten gibt es rege Selbstdruckszenen – Wesen lassen kurze Geschichten in kleinen Auflagen drucken und tauschen sie untereinander oder verkaufen sie für den Materialpreis. Meist handelt es sich um Geschichten, die auf beliebten Romanen basieren.
Fotografien existieren noch nicht – es gibt aber sehr kleine Auflagen von Büchern, die nach dem Druck per Hand nachillustriert werden, um möglichst realistische Abbildungen zu erreichen. Oft handelt es sich um Sachbücher, beispielsweise für Anatomie oder Botanik.
Alle Gesellschaftsschichten können lesen, sofern keine anderen Hürden dies verhindern. Da es jedoch gerade für eifrige Leser*innen immer zu wenige Bücher gibt, werden Bücher oft auch gebraucht gehandelt oder untereinander gehandelt. Adressfelder, um festzuhalten, „wo das Buch wohnt“, sind daher Standard.
Eine Tastschrift für Blinde existiert. Essen und Trinken
Erytan ist, was Küche angeht, nicht homogen. An den Küsten spielen Meeresfrüchte eine große Rolle, die in den einheimischen Küchen der Berge an der Grenze zu Fenias Heimat dagegen als Delikatesse gelten.
Die Hauptstadt Sorlys liegt im Süden des Landes – noch südlicher befinden sich lediglich einige abgelegene Inseln. Gerade im Sommer ist die Regel: Frühstück und Mittagessen klein und leicht, abends darf es auch warm und etwas schwerer sein.
Streetfood ist vor allem abends allgegenwärtig – ob süß oder herzhaft, mit Fleisch/Fisch oder vegetarisch/vegan. Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten sind bekannt, Verkaufende können in der Regel Auskunft geben, ob ein entsprechender Stoff enthalten ist.
Gerade Mietwohnungen in den Städten haben sehr oft nur ganz kleine Küchen, sodass größere warme Mahlzeiten ohnehin eher beim gemeinsamen Spaziergang gekauft und dann gemeinsam verzehrt werden. Bei schlechtem Wetter kehrt wesen oft ein.
Vorratshaltung ist bekannt – gekühlt wird mit Hilfe von magischen Behältern oder indem die Nahrung in Kellergewölben o.ä. gelagert wird. Gerade im Winter gibt es sehr viele eingelegte oder anderweitig verarbeitete Lebensmittel.
Das Einkehren oder das Kaufen von Streetfood ist für jede Bevölkerungsschicht erschwinglich – gutes Essen gibt es schon für wenige Kupferspatzen. Teurer wird es, wenn die Lebensmittel einen weiten Weg hinter sich haben. Transportiert wird per Schiff/Luftschiff.
Dass nach einer Session erst einmal mit einem süßen Getränk und Obst oder Nüssen Kraft getankt werden muss, ist selbstverständlich. Wer eine oder mehrere Personen zum Spielen einlädt, bietet auch etwas zum Essen an – schließlich war das gerade anstrengend! Architektur
Metall wird sehr selten für das Bauen von Häusern verwendet – je nach Land ist der vorherrschende Baustoff Holz, Stein oder ein eigens hochgezüchteter kristalliner Stoff, der unter anderem als Wandverkleidung oder zur Zierde genutzt wird.
Die Fachwerkbauweise ist bekannt und wird meist für Gebäude mit einer maximalen Höhe von fünf Stockwerken verwendet. Es gibt allerdings nur selten Gebäude, die höher sind – dazu gehören Festungen, Paläste und beispielsweise Luftschiffdocks und ähnliche Anlagen.
Festungen wachsen oft historisch – aus einer kleinen, niedlichen und kompakten Festung wird dabei mit der Zeit ein Patchworkflickenteppich aus Bauweisen, Architekturstilen und durch das Ausbauen und Renovieren ist da oft ein Kuddelmuddel. So sehen die Festungen dann auch aus.
Wie ein Familiensitz aufgebaut ist, hängt vom Ort ab – gerade an den Küsten, wie im Westen oder in der Hauptstadt – kommt immer mehr in Mode, mindestens ein Zimmer mit einer großen, verglasten Front aufs Meer hin auszustatten. Kristallglas ist nicht teuer – es wächst nach.
Im Straßenbild gibt es kaum oder nur wenige Straßenlaternen – stattdessen ist es gerade in größeren, dichter besiedelten Städten üblicher, selbstleuchtende Kristalle in die Fassaden einzulassen. Diese können Jahrzehnte eingesetzt werden, ehe sie ersetzt werden müssen.
Eine Besonderheit bilden die Tempel – die Gottheiten, denen sie dienen, statten sie mit einem Funken ihrer Macht aus, sodass beispielsweise die Wände der Tempels von Wassergottheiten von Wasser umgeben sind, zum Teil leben darin sogar Fische oder andere Wassertiere.
Kuppeln und mechanische Spielereien sind sehr beliebt. Die berühmteste ist die im Kristallkuppelsaal des Palastes in der Hauptstadt. Sie lässt sich stufenlos abdunkeln, öffnen oder schließen. Durch ihre Bauweise kann sie Licht außerdem auf bestimmte Spiegel im Saal lenken.
Generell finden neben Leuchtkristallen auch Spiegel vielfältige Verwendung in der Architektur. Sei es, um den Raum größer oder heller zu gestalten, sei es, weil sie zu mechanischen Vorrichtungen gehören, die mit Sonnenenergie arbeiten.
Räume sind selten viereckig – tendenziell ist es üblicher, dass die Ecken zumindest durchbrochen sind, sodass eher Sechs- und Achtecke als Grundform üblich sind. Das gilt nicht für rein funktionelle Räume, die möglichst viel Stauraum bieten sollen.
Viele Häuser beinhalten ein oder mehrere „besondere Schlafzimmer“, in unserer Welt würde wesen dazu „Spielzimmer“ sagen. Sie sind meist ähnlich aufgebaut: Es gibt einen „Vorbereich“, in dem Haarnadeln abgelegt werden, ein Bett und zahlreiche Schränke.
